Stress? Iss ihn doch einfach weg…

 

Klingt nach Tafel Schokolade nach einem anstrengendem Tag?
Weit gefehlt!
Ich hole etwas weiter aus….
Was ist eigentlich Stress? Man hört es an jeder Ecke, aus fast jedem Mund: keine Zeit, ich hab grad Stress. Oder: heut war´s so stressig, bin eigentlich zu nichts gekommen. Kommt dem ein oder anderen bekannt vor oder?

„Stress“ kann in 3 Kategorien unterteilt werden: 

1. anregender Stress
2. Leistungsstress
3. unproduktiver Stress

Anregender Stress ist das was wir in unserer subjektiven Wahrnehmung als „positiv“ bewerten, dazu zählt auch körperliche Betätigung in Form von Sport.
Auf ein Ziel hinzuarbeiten (ein Projekt im Job oder auch ein Wettkampf) ist das was als Leistungsstress bezeichnet wird.

Oben Genanntes allerdings ist Punkt 3. zuzuordnen. Zu 100% selbstauferlegt. Manche Menschen sind anfälliger als andere, sorgen sich mehr um Dinge, die in Zukunft passieren könnten, legen sich unrealistische Zielsetzungen, deren Erreichbarkeit (oder Nicht-Erreichbarkeit) Versagensängste zur Folge haben oder sind einfach generell mit sich selbst und allem um sich herum unzufrieden. Typ Dauernörgler.
Alles in allem unter dem Überbegriff „Psychologischer Stress“ zusammenzufassen. Er macht in etwa 20% des unproduktiven Stress aus. 
 
Doch wie bilden sich die restlichen 80% zusammen? Ich würde diesen Artikel mit meinem Background nicht schreiben, wenn jetzt nicht irgendwas käme in Richtung Sport, Ernährung etc. …
 
Genau, es ist erschreckend aber fast 80% des sog. unproduktiven Stress ist Ernährungsstress. Noch nie gehört? Der Begriff ist mittlerweile nicht mehr so neu. Ungefähr seit man festgestellt hat, dass Convenience Food etc. nicht wirklich gut für unsere Gesundheit ist. Aus industriell gefertigten Lebensmitteln kann der Körper nicht genügend Nährstoffe ziehen, welche er bräuchte um sich vollständig zu regenerieren. Stressanfälligkeit steigt somit rapide an, die Widerstandsfähigkeit sinkt.
 
Packen wir mal die beiden unter Punkt 1. und 2. genannten in die „Positiv-Kiste“, das was uns gut tut. Punkt 3. tut uns nicht gut! Denn was bewirkt negativer Stress?
Das Immunsystem wird maßgeblich geschwächt, die (noch harmlosen) Folgen wären Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme als Folge von permanentem Heißhunger. Zu späterem Zeitpunkt resultierend: Diabetes oder Depressionen. 
 



Einfach erklärt: Bei wenig Belastung / kein Stress produziert unser Körper das Glückshormon Serotonin in ausreichendem Maß, ein Botenstoff freigesetzt von unserer Hypophyse, der Hirnanhangdrüse. Wir fühlen uns gut. Fühlen wir uns jedoch überlastet, so kommt der hormonelle Gegenspieler ins Bild: Cortisol. Cortisol hemmt Serotonin. Was ist die Folge?

Unser Gehirn „schreit“ förmlich nach Glück, Zufriedenheit, nach dem „guten Gefühl“. Also nach Zucker, denn unser Organismus weiß: bekommt er Zucker, wird wieder Serotonin freigesetzt. Wir greifen in die Süßigkeitenkiste und schon sind wir „high“. Wir wollen immer mehr, denn eigentlich sind wir ja gestresst und unser Körper muss permanent gegen das lästige Cortisol ankämpfen, das uns mies stimmt…. Da wäre er der Teufelskreislaufs bzw. die Sucht nach Zucker. Nachdem aber dieser schnelle Zucker bekanntlich nicht in den gesunden und vollwertigen Lebensmitteln steckt, kommt unser Körper wieder in den oben bereits erwähnten Mangelzustand des „nicht-ausreichend-versorgt-sein-mit-Nährstoffen“. 

Jetzt wird’s gefährlich, denn nicht nur Cortisol hemmt nachweislich die Fettverbrennung. Ein hoher Blutzuckerspiegel, der durch die Aufnahme von einfachem Zucker (Süßigkeiten, Schokolade, Weißmehl etc.) zwangsläufig erfolgt natürlich ebenso. 

In diesen „Stress“ versetzen wir ihn jedoch auch oder besonders durch den Verzehr industriell hergestellter bzw. verarbeiteter Lebensmittel, denn durch dieses Raffinieren werden sie sprichwörtlich entwertet und der Nährstoffgehalt geht gegen Null. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder sogar -allergien auf den regelmässigen Verzehr eben solcher Speisen die Folge sind. Des Weiteren fördern sie Suchtverhalten in sämtlichen Facetten, es wird immer schwerer sich diese alten und schlechten Essgewohnheiten abzulegen. Ein fataler Teufelskreislauf! Denn im Laufe der Zeit wird das endokrine (hormonelle) System, welches dafür sorgt, Hormone ins Blut abzugeben nachhaltig gestört. Die Regulation der Körperfunktionen sinkt ebenso wie die Funktionsfähigkeit der Organe. Ein offensichtliches „Krankheitsbild“ ist z.B. die frühe Hautalterung, Faltenbildung setzt unverhältnismässig früh ein. Auch starke Anfälligkeit für diverse Krankheiten ist nicht selten.

Ich spanne nun den Bogen zurück: Erhält der Organismus aufgrund ausgewogener und nährstoffreicher Vollkost alles was er braucht, um es mit sehr einfachen Worten zu sagen, so wird kein Cortisol ausgeschüttet und alles bleibt im Gleichgewicht, denn Serotonin wird unter normalen Umständen ausreichend und permanent ausgeschüttet. Frisches Obst und Gemüse (perfekt: saisonal), Leinsamen, Nüsse, Quinoa und Vollkorngetreide (außer Weizen), Keime, Kartoffeln, Süßkartoffeln (…) machen den KÖRPER glücklich. Glückliche Menschen sind übrigens auch weniger anfällig für den psychischen unproduktiven Stress. Also, alles in allem eine in meinen Augen absolute Win-Win-Situation.
 
Viel Erfolg bei meiner Rezeptur für „iss Dich glücklich“ !
 
Eure Micha

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